OYAK-Projekt 2009: Schulbauerweiterung in Monte Mercedes
"Zu eng, zu klein." Angesichts des großen Andrangs der letzten Jahre platzt die Schule in Monte Mercedes sprichwörtlich aus allen Nähten. Deswegen bauen die Dorfbewohner mit Unterstützung von OYAK in diesem Jahr neue Klassenräume und erweitern die Grundschule um bald allen Kindern ein gutes Lernumfeld bieten zu können. Mit etwa 14.000 Euro und Zuschüssen der Regionalverwaltung Sololá wird eine neue Zwischendecke eingezogen, die dann die neuen Klassenzimmer tragen wird. Auch in diesem Jahr reisen wieder junge Helfer aus Deutschland nach Guatemala, gemeinsam mit dem Verein Esperanza
arbeiten sie im Projektdorf El Tercer Centro El Tablon.
15 Jahre Projektarbeit - Und der Effekt?
Dieser Frage geht die Geographie Diplomandin Charlotte Zittel in diesem Sommer nach. Vor Ort untersucht sie in einer qualitativen Studie, inwiefern die Grundschulprojekte Einstellungen und Entwicklungschancen der indigenen Bevölkerung beeinflussen und inwiefern diese - insbesondere unter Gender-Gesichtspunkten - zur Existenzsicherung beitragen können. Eine zentrale Frage: Kann die flächendeckende Versorgung mit Schulen in einem Raum dafür sorgen, dass mehr Mädchen über einen längeren Zeitraum eine Schule besuchen und daraus folgend: Steigt damit die Chance auf den Besuch einer weiterführenden Schule mit dem Ziel die Stellung der Frau in der Gesellschaft zu verbessern. Die Ergebnisse der Studie könnten uns Auskunft über den Effekt der Förderung von Grundschulbildung in Guatemala geben und Ansatzpunkte für zukünftige Projekte liefern.